Bergfelde ist ein Stadtteil von Hohen Neuendorf, welcher erstmals 1349 unter dem Namen Bercholtz (Bergfelde) Urkundlich neben Nygendorp (Hohen Neuendorf) genannt wurde. Auf dem niederbarnimschen Binnendünengebiet gelegen, war es in den ersten Jahrhunderten meist wüst und gehörte ebenso wie Borgsdorf zur Herrschaft Birkenwerder.
Diese erwarb 1504 Jacob Wins aus Berlin, bis zum Jahre 1625 ist es im Familienbesitz. 1653 gelangt Bergfelde in den Besitz von Luise Henriette von Oranien, die hier eine Schafzucht einrichtet. Der preußische König Friedrich I. setzt am 20. Juli 1711 sechs Personen als Freibauern an, Friedrich II., der Große, setzt zwischen 1750 und 1757 die Tradition fort. Bergfelde zählt noch 1840 nur 13 Wohnhäuser. Um 1900 beginnt Bergfelde sich auszudehnen, als erstes entwickelt sich die "Alte Kolonie", als Attraktion werden Quellen in der Bieselheide zum Herthasee aufgestaut (1907).
Das Stadtbild ist durch viele Gärten und naturbelassene Plätze geprägt.
Bergfelde ist von einer Heidelandschaft, dem Schönfließer Feldmark und Wäldern umgeben. Bergfelde hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einen Ruf als Erholungs- und Wohngebiet erstritten, da die idyllische Lage immer wieder neue Besucher und Kurzurlauber anzieht. Dank der Anbindung an die S-Bahn-Linie, kann die Bundeshauptstadt Berlin sehr schnell erreicht werden.
Seit den 90er Jahren ziehen immer mehr Berliner nach Bergfelde, um dort die Natur und Idylle zu genießen, ohne dabei das Stadtleben vermissen zu müssen.
Bei der Planung Bergfeldes wurde extrem darauf geachtet, dass die Umgebung naturbelassen bleibt. Allerdings wurde ein ausgedehntes Rad- und Wanderwegenetz erbaut, welches den Betrachter die Natur näher bringen soll.
In der Planstadt befinden sich sehr breite Bürgersteige, welche in einen Fußgänger- und einen Radweg unterteilt sind. Die Geschäfte liegen sehr zentral, sodass diese schnell erreicht werden können. Die Straßen sind größtenteils mit Alleen versehen, sodass auch innerhalb der Stadt kein grünes Flair vermisst wird.
Die Bergfelder Siedlungen
Die Wohnsiedlung "Alte Kolonie" welche ungefähr im Jahr 1900 entstanden ist, liegt direkt am Herthamoor und Hubertussee. Diese befinden sich direkt am ehemaligen Grenzgebiet zu Berlin-West (Berlin Frohnau). Das wohl größte Wohnprojekt des Stadtteils Bergfelde war die Friedrichsaue-Wohnanlage, welche im Jahr 1994 fertiggestellt wurde. Die Wohngegend ist insbesondere durch dreistöckige Wohnhäuser mit Eigentumswohnungen gekennzeichnet. Die Siedlungsbereiche sind sehr genau geplant und mit Arztpraxen, Dienstleistern und Geschäften verbunden worden.
So können die Bewohner vor Ort schnell und bequem auf alle lebensnotwendigen Annehmlichkeiten zurückgreifen. An der Lehnitzstraße befindet sich seit dem Jahr 2008 eine neu errichtete Freizeit- und Spielstätte. Hier können Gäste und Einheimische auf zahlreiche Freizeitangebote zurückgreifen, welche für alle Generationen geschaffen wurden. Dieser Stadtteil wurde eigens so angelegt, dass Jung und Alt an Lebensqualität gewinnen, indem diese zusammen Zeit verbringen. Die Bergfelder Ortsgruppe der "Volkssolidarität" befindet sich direkt neben der Kindertagesstätte "Am Zauberwald".
Auch hier wird ein generationenübergreifendes Miteinander als Erziehungs- und Lebenskonzept beachtet. Das Ortsbild wurde in den Jahren 1953 und 1961 insbesondere durch den Mauerbau und den Bau der Berliner Reichsbahn beeinträchtigt. Der ehemalige Grenzstreifen ist allerdings mittlerweile mit einem Naturschutzturm versehen, in welchem sich die Deutsche Waldjugend aufhält.
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