Kremmen
Die Stadt Kremmen liegt im brandenburgischen Landkreis Oberhavel und befindet sich 5km Oberhalb des Berliner Autobahnring A10, ca. 35km bis ins Berliner Zentrum. Daher unternehmen viele Personen einen Kurzurlaub nach Kremmen, um dort die Natur und Idylle einer Kleinstadt zu genießen. Eine erstmalige urkundliche Erwähnung der Stadt erfolgte im Jahr 1216. Der Stadtname stammt aus der slawischen Sprache und bedeutet übersetzt "Kieselstein". Die Stadt kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Mittelalter fanden auf dem Stadtgebiet zwei Schlachten statt, welche zwischen den Herzögen von Pommern und Markgraf Ludwig von Brandenburg ausgetragen wurden.
Die Stadt Kremmen und ihre Geschichte
Im 17. Jahrhundert wurde Kremmen von der Pest befallen. Außerdem wurde die Stadt immer wieder von Stadtbränden wirtschaftlich geschwächt. Deshalb durften Scheunen früher nicht mehr in der Stadt gebaut werden. Im Anschluss entstand ein Scheunenviertel am Stadtrand, welches noch heute betrachtet werden kann. Im größten erhaltenen Scheunenviertel Deutschlands werden Besuchern Führungen angeboten und die Geschichte der Stadt erläutert. Das Kremmener Schloss wurde leider im Zweiten Weltkrieg zerstört, von diesem können heutzutage nur noch Ruinen betrachtet werden.
Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten
Besonders interessant erscheint eine Besichtigung der St. Nikolai Kirche, welche im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Im Inneren kann die so genannte Schuke-Orgel aus dem Jahr 1961 betrachtet werden. Der Gesamteindruck wird insbesondere durch barocke Bauelemente abgerundet. Im Ortsteil Staffelde befindet sich eine weitere Kirche aus dem 15. Jahrhundert sowie der "Dorfkrug". Der Dorfkrug ist ein Vorlaubenhaus aus dem 18. Jahrhundert, welches besonders schöne Baustile in sich vereint. Das Stadtbild Kremmens ist jedoch auch durch moderne Gebäude geprägt. So befindet sich im Ortsteil Sommerfeld das "Waldhaus Charlottenburg", welches Erkrankungen des Bewegungssystems behandelt. Am Markt 5 befindet sich eine Gedenktafel aus dem Jahr 1973, diese soll an die jüdische Familie Borchardt erinnern, welche während des Nazi-Regimes ermordet wurde. Eine weitere Gedenktafel befindet sich in der Raniesstraße. Diese erinnert an den Antifaschisten Erich Paulig.
Außerdem befinden sich mehrere Todesmarsch-Tafeln in Sommerfeld. Viele Personen entschließen sich einen Kurzurlaub in Kremmen zu verbringen. Von Berlin führt die Kremmener Bahn den Besucher innerhalb kürzester Zeit in das idyllische Dorf. Während die Stadt mit Breitbandleitungen versorgt ist, sind viele Ortsteile vom Internet abgeschnitten. Daher bilden sich viele Interessengemeinschaften, welche nicht nur den Breitbandausbau fordern, sondern auch eine Investition in die Attraktivität der Ortsteile.
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