Oranienburg

Oranienburg

"Oranienburg - eine Stadt blüht auf!" So oder ähnlich lauteten die Überschriften vieler Berichte und Kommentare, die sich mit dem neuen Erscheinungsbild der Stadt zur Landesgartenschau 2009 befassten. Menschen, die erstmals nach Oranienburg kamen oder viele Jahre nicht hier waren, rieben sich verwundert die Augen und stellten fest, dass das heutige Oranienburg nicht mehr viel mit den Klischees der grauen Bombenstadt nördlich von Berlin zu tun hat: Die Stadt boomt und treibt ihre Fortentwicklung im Bereich des Städtebaus, aber vor allem auch hinsichtlich ihrer sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur voran.

Die lebendige Kreisstadt Oranienburg vereint heute alle infrastrukturellen Vorteile eines Mittelzentrums mit einem Leben im Grünen. Zugleich verfügt sie über eine optimale Verkehrsanbindung an die deutsche Hauptstadt Berlin. Wer nach Oranienburg kommt, erlebt einen dynamischen Ort, eine Stadt im Aufbruch, die beinahe täglich ihr Gesicht verändert. Menschen ziehen hierher, erfüllen sich hier ihren Traum von den eigenen vier Wänden oder renovieren schicke Altbauten. Unternehmen beziehen ihren Standort in Reichweite zur Hauptstadt. Das gastronomische Angebot erweitert sich stetig und die kulturelle Vielfalt wächst. Oranienburg hat sich so mit seinen heute rund 43 000 Einwohnern zur fünftgrößten Stadt im Land Brandenburg gemausert - Tendenz steigend.

Oranienburg ist auch deshalb anders, weil es eine ganz besonders wechselvolle Geschichte hat. Als der spätere Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg seiner Frau, der Oranier-Prinzessin Louise Henriette, das damals noch "Bötzow" genannte Städtchen schenkte, war dies der Start für die heute über 350 Jahre währende Geschichte Oranienburgs. Im Geiste der Toleranz, den das Kurfürstenpaar aus den Niederlanden in ein von Krieg zerstörtes Land mitbrachte, folgten gute Jahrzehnte für die Stadt und ihr Umland. Von diesen Glanzzeiten seiner Geschichte zeugen noch heute wichtige Attraktionen der Stadt: Das barocke Schloss und der 30 Hektar große, zum flanieren, entdecken und entspannen einladende Schlosspark.

Doch die Stadt erlebte auch das Gegenteil, nämlich die verhängnisvollen Auswirkungen tiefster Intoleranz, als sie während der Zeit des Nationalsozialismus zum Standort zweier Konzentrationslager wurde. Während das weltoffene Klima am Beginn Brandenburg-Preußens also Vielfalt, Fortschritt und Lebensfreude gedeihen ließ, brachten dumpfer Nationalismus und die Zerschlagung der Demokratie nur Tod, Zerstörung und Angst. Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen dokumentieren heute die Jahre des Terrors in eindrucksvollen Ausstellungen und Veranstaltungen.

Das heutige Oranienburg stellt sich dieser Geschichte und arbeitet an der Zukunft. Dazu gehört neben dem aus der Geschichte erlernten Einsatz für Demokratie und Toleranz vor allem die Schaffung besserer Bildungsangebote, eine ausgezeichnete soziale Infrastruktur und eine kontinuierliche Bereicherung der Kulturlandschaft. Die Bemühungen tragen bereits erste Früchte: Das Bundesinnenministerium hat Oranienburg als einen "Ort der Vielfalt" ausgezeichnet.

Oranienburg will es Ihnen gern zeigen und am liebsten vor Ort: Oranienburg ist anders? lebendiger, facettenreicher, grüner, kurzum: attraktiver, als so mancher Ortsunkundige nach wie vor glaubt!

Dieser Artikel wurde durch Evelin Rabe - Eigenbetrieb für Stadtmarketing und Kultur Oranienburg zur Verfügung gestellt. Wir danken für die Mühe. (Stand: 01.03.2010)

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