Oranienburg ist... eine Barockstadt am Wasser
Oranienburg und seine Ortsteile Sachsenhausen, Lehnitz, Friedrichsthal, Schmachtenhagen, Germendorf, Malz, Zehlendorf und Wensickendorf bieten eine enorme Vielfalt an Freizeit- und Kulturangeboten: Dies beginnt bei den geschichtlichen Exkursionen rund um das Schloss oder in Museum und Gedenkstätte Sachsenhausen, setzt sich fort über das Genießen von Natur und Wasser an den Seen und Wäldern der Stadt bis hin zum Erleben überregional bekannter Vergnügungsstätten wie der TURM-Erlebniscity, dem Oberhavel Bauernmarkt und dem Tierpark Germendorf. Dieses bunte Kaleidoskop lockt jährlich rund 1,4 Millionen Gäste in die Stadt und macht sie für ihre Bewohner zur attraktiven Heimat.
Zentrum und Ortsteile Oranienburgs haben sich seit dem Fall der Mauer deutlich verschönert. Nach außen hin am sichtbarsten wird dies rund um das Schloss. Orientiert am barocken Stadtgrundriss wurden hier der historische Stadtkern wiederbelebt, historische Gebäude saniert, städtebauliche Missstände beseitigt und Baulücken mit ansprechenden Neubauten geschlossen.
Pulsierendes Herz der Stadtanlage ist dabei das Schloss Oranienburg ? das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg (von 1652). Mit seiner weiß strahlenden Fassade und als Domizil zweier Museen ist es ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher der Stadt. Die Stiftung Preussische Schlösser und Gärten zeigt hier hochrangige Kunstwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, unter anderem auch das berühmte Porzellankabinett und eine einzigartige Silberkammer mit Schätzen der preußischen Silberschmiede- und Glasbläserkunst des 17.und 18. Jahrhunderts. Auf dem Schlossplatz oder im weitläufigen Schlosspark finden insbesondere in der Sommersaison zahlreiche kulturelle Veranstaltungen wie Open-Air-Konzerte oder Freilichttheater statt. Der inzwischen 30 Hektar große Schlosspark bietet zudem gärtnerische Attraktionen und einen großzügigen Kinderspielplatz, die im Zuge der Gestaltung für die Landesgartenschau 2009 angelegt wurden.
Mit der in den Jahren 1760 bis 63 errichteten Orangerie im Schlosspark, die 2003 nach aufwändiger Sanierung wiedereröffnet wurde, steht ein attraktives historisches Gebäude zur Verfügung, das mit hochkarätigen Veranstaltungen aufwarten kann und inzwischen mehr und mehr auch Besucher aus der Region und der Hauptstadt Berlin anzieht. Konzerte, Lesungen, Kabarett oder Kindertheater finden hier und auch auf kleineren Bühnen der Stadt, wie dem ?Kulturkonsum?, ein Zuhause. Der neu errichtete ?Filmpalast? in der Berliner Straße bietet in vier Sälen das aktuelle Kinoprogramm.
In der Nähe des Schlossplatzes finden sich mit dem ? nach dem Schloss ? ältesten Haus der Stadt, dem Amthauptmannshaus, und dem sogenannten ?Blumenthalschen Haus? zwei weitere historisch interessante Sehenswürdigkeiten. Ein Besuch in Oranienburg sollte in jedem Fall auch am Waisenhaus in der Breiten Straße, der Nicolai-Kirche, dem Alten Forsthaus oder am denkmalgeschützten Bahnhofsplatz vorbeiführen. Ein Leitsystem führt die Besucher zu den touristischen Höhepunkten.
Die schlimmste Zeit in der Stadtgeschichte, die Zeit des Nationalsozialismus von 1933-1945, wird in der Gedenkstätte und dem Museum auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, Straße der Nationen, aufgearbeitet. Der Ort des ehemaligen Konzentrationslagers ist heute ein wichtiger historischer Lernort, der jährlich über 300 000 Besucher aus aller Welt anzieht. Neben ständigen Ausstellungen finden hier auch immer wieder Sonderveranstaltungen wie Filmvorführungen, Diskussionsrunden oder Lesungen statt.
Oranienburg ist eine Stadt am Wasser. Innerhalb des Ortes bieten sich hier vor allem entlang der Havel sowie rund um das Schloss attraktive Naherholungsziele. Lehnitz- und Grabowsee, Havel und Oranienburger Kanal animieren zum Baden, Angeln oder zum Wassersport.
Ein besonderer Höhepunkt ist der neue "Schlosshafen". Dieser besteht aus zwei Teilen, einem Liegehafen und einem Servicehafen und ermöglicht es Bootstouristen, mitten in der Stadt anzulegen und zu verweilen. Auch ein Caravanstellplatz mit allen notwendigen Anschlüssen lädt ein. Der neue Schlosshafen ist eine idyllische Oase in der Innenstadt, wo Wassertouristen im Zentrum Oranienburgs vor Anker gehen können, um anschließend nach Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern zu fahren. Ein weiterer Ausbau der Wasserwege ist erklärtes Ziel der Stadt.
Zu ausgiebigen Rad- und Wandertouren in und um Oranienburg laden der Berlin-Kopenhagen-Fernradweg oder die Oranje-Route ein. Auch innerorts finden sich attraktive Radstrecken zum Beispiel am Oranienburger Kanal oder zwischen Lehnitzschleuse und Schmachtenhagen.
Weit über die Grenzen Oberhavels hinaus bekannt ist die TURM Erlebniscity mit ihrem breiten Sportangebot: Freizeit- & Sportbad, Sauna, Bowling, Kegeln, Klettern, Beach- und Eventhalle sowie Fitnessclub. Mit knapp 600 000 Besuchern im Jahr ist sie das erfolgreichste Freizeitbad Berlin-Brandenburgs.
Im Ortsteil Germendorf erstreckt sich auf einer Fläche von 42 ha der Tier- und Freizeitpark mit Badestränden und Spielplätzen. In dem liebevoll gepflegten Park finden sich exotische Tiere wie Affen, Alpacas Pumas oder Kängurus ebenso wie ein Streichelzoo mit heimischen Tieren und ein Wild-Freigehege. Das tolle Angebot zu günstigen Eintrittpreisen lockt jährlich über 300 000 Besucher, die seit kurzem auch zu einer Reise in die Urzeit eingeladen werden.
Eine ähnliche Frequenz an Besucherzahlen kann der Oberhavel Bauernmarkt in Oranienburg-Schmachtenhagen aufweisen. Dieser lockt an den Wochenenden mit zahlreichen Veranstaltungen, vom Schaumelken über das Volksmusikkonzert bis hin zum Flohmarkt. Nicht nur bei Kindern besonders beliebt: Die Fahrt mit der Eierbahn mit Stopp im Kälbchen- Schweine- und Hühnerstall.
In Oranienburg-Eden wurde 1893 die erste ?Vegetarische Obstbau-Kolonie? Deutschlands gegründet. Auf dem Gelände der heutigen Genossenschaft finden sich Ausstellungen, das Eden-Café, ein Kindergarten sowie die Musikwerkstatt Eden.
Dieser Artikel wurde durch Evelin Rabe - Eigenbetrieb für Stadtmarketing und Kultur Oranienburg zur Verfügung gestellt. Wir danken für die Mühe. (Stand: 01.03.2010)
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