Sommerzeit ist Zeckenzeit!

27.08.10

Vom Frühjahr bis zum Spätherbst sind sie wieder aktiv: Zecken. Sie sind nicht nur lästige Blutsauger, sondern können auch Krankheitserreger auf den Menschen oder Tiere übertragen.

Zecken sind Überträger der nur in bestimmten Gebieten (Endemiegebieten) vorkommenden Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME, Viruserkrankung) und der etwa 100-fach häufigeren und in allen gemäßigten Klimazonen auftretenden Borreliose (bakterielle Erkrankung). Beim Auftreten einer ringförmigen Rötung um den Zeckenbiss, die immer größer wird, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Zecken mögen ein warmes und feuchtes Klima, deshalb sind sie vor allem im Sommer aktiv. Sie leben vorwiegend an Waldrändern, auf Waldlichtungen und an Bachufern. Zecken lassen sich nicht, wie früher viele glaubten, von Bäumen fallen, sondern sitzen an der Spitze von Gräsern oder Kräutern. Ein schöner Sommerspaziergang durch Wald und Wiesen kann daher schwerwiegende Folgen haben.

Tipps zur Vorbeugung:

  • Geschlossene Kleidung schützt vor Zeckenbissen.
  • Unbedeckte Körperstellen mit zur Zeckenabwehr geeigneten Repellents (Lotion, Spray, Pumpspray, Stick) einreiben.
  • Auf Waldwegen ist die Gefahr geringer als beim Streifen durchs Gebüsch.
  • Nach dem Aufenthalt in der freien Natur Körper nach Zecken absuchen (bevorzugte Köperregionen: solche mit dünner Haut; Achselhöhlen, Geschlechtsteile, Oberschenkel).
  • Beim Entfernen einer Zecke sollte man folgendes Vorgehen beachten: - die Zecke dicht über der Haut packen - die Zecke nicht drehen oder quetschen - die Zecke nicht mit Öl oder Alkohol beträufeln - die Zecke gerade nach oben herausziehen

Prophylaxe durch die sogenannte Zeckenimpfung

Diese Impfung schützt jedoch nur gegen die eher seltene FSME und nicht gegen die weitaus häufigere Borreliose! Auch der Geimpfte sollte wegen der Borreliosegefahr Zeckenstiche vermeiden!

Gut zu wissen: Bei der LVM sind auch die Folgen von Zeckenbissen beitragsfrei in der privaten Unfallvorsorge mitversichert.