Erfahrungen aus der Schadenpraxis
Pferdehalter-Haftpflichtversicherung:
- Das Reitpferd einer Pferdehalterin brach aus der Box aus. Kinder, die sich in der Stallgasse aufhielten, wurden von dem Pferd erheblich verletzt. Das Schmerzensgeld und die hohen Behandlungskosten haben wir für unsere Kundin bezahlt. Die Schadenshöhe betrug 193.500 Euro.
In unseren Augen lag hier jedoch ein Mitverschulden des anderen Reiters vor. Vor Gericht erhielten wir in erster und zweiter Instanz Recht. Der Geschädigte musste 2/3 des Schadens selbst tragen.
Die restliche Schadensumme von 80.000 Euro beglich der LVM. - Unser Kunde band seine tragende Stute am Waschplatz an. Ein vorbeikommender Reiter hielt leichtsinnigerweise keinen ausreichenden Sicherheitsabstand ein, so dass sein wertvoller Deckhengst die Stute beißen konnte.
Diese schlug reflexartig aus und verletzte den Hengst schwer. Die Schadenforderung für das Tier betrug 240.000 Euro und wurde in voller Höhe geltend gemacht.
- Weil die Pferdekoppel unseres Kunden nicht ausreichend gesichert war, brachen nachts zwei Pferde aus.
Bei ihrer Flucht verursachten sie auf der nahe gelegenen Bundesstraße einen Verkehrsunfall.
Ein Bus, der den Tieren ausweichen wollte, kam von der Fahrbahn ab. In dem Bus befanden sich 45 Personen auf einem Betriebsausflug.
Neben mehreren Leichtverletzten gab es auch 7 Schwerverletzte, die stationär behandelt werden mussten.
2 Personen behielten dauerhafte Schäden zurück.Der Gesamtschaden betrug 3.150.000 Euro.
Er setzt sich wie folgt zusammen:
Krankenhaus- und Arztkosten: 800.000 Euro
Schmerzensgeldforderungen: 650.000 Euro
Verdienstausfall: 1.050.000 Euro
Reha-Maßnahmen: 550.000 Euro
häusliche Umbaukosten: 100.000 Euro
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